Application Note

Suche und Erkennung von Gräbern mit GPR

Im Rahmen einer praktischen Feldübung zur Schulung von Teams der Kriminalpolizei wurden verschiedene geophysikalische Techniken, darunter GPR, eingesetzt, um geheime Gräber in Polen zu lokalisieren. Sehen Sie, wie GPR die Gräber in einem einzigen Durchgang aufspüren und kartieren konnte...

Search and Detection of Graves Using GPR

Infrastruktur- und Anlageninspektion von Betonbauwerken

Kartenbeschreibung

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Trotz der schlechten Bodenverhältnisse in dem untersuchten Gebiet konnte das Team dank derSFCW-Technologie (Stepped Frequency Continuous Wave) sowohl oberflächennahe als auch tiefer liegende Ziele mit einemeinzigenGerät und einemeinzigenDurchgang lokalisieren und kartieren.

Herausforderung

Im Rahmen einer praktischen Feldübung zur Schulung von Teams der Kriminalpolizei wurden verschiedene geophysikalische Techniken, darunter GPR, eingesetzt, um geheime Gräber zu lokalisieren. Die Bodenbedingungen stellten für GPR-Untersuchungen eine große Herausforderung dar, da der Boden aufgrund der ganzjährig starken Regenfälle oft nass und aufgeweicht ist und der dielektrische Wert sehr hoch ist.

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Lösung

Die Aufgabe wurde mit dem Untergrundkartierungssystem GS8000 gelöst. Dank der Stepped Frequency Continuous Wave-Technologie (SFCW) verfügt das GS8000 über eine extrem große Bandbreite, um sowohl mit niedrigen als auch mit hohen Frequenzen zu scannen und so die perfekte Mischung aus Eindringtiefe und Auflösung zu erzielen, selbst unter schwierigen Bodenbedingungen. Die GS8000-iPad-App(GS-App) ermöglicht die 3D-Visualisierung vor Ort und die Projektion der Ziele auf Google Earth, da die echte Geolocation mit dem integrierten GNSS-Empfänger MA8000 ermittelt wird.

Es wurde eine Fläche von 20 m x 15 m mit einem Abstand von 0,25 m gescannt und 81 GPR-Datenlinien erfasst.

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Ergebnisse und Interpretation

Die Daten waren schwer zu interpretieren, da es an dieser Stelle vor vielen Jahren zwei Gebäude gab und die verbleibenden sich noch in den Daten widerspiegeln. Die Gebäudefundamente und der ganze Schutt führten zu vielen unterirdischen Zielen und es war schwer zu sagen, was mit dem Bau und was mit den Bestattungen zusammenhing.

Die Funktion der GS 2.0-App, die manuelle Interpretationen von Tiefenschnitten ermöglicht, kann in solchen Fällen äußerst hilfreich sein. Trotz der Schwierigkeit, die Ziele zu lokalisieren, konnten sie 8 mögliche Standorte identifizieren.

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Die Augmented-Reality-Funktion bot die Möglichkeit, die Ziele vor Ort in Echtzeit darzustellen. Diese Visualisierung war für die forensischen Ermittler entscheidend, um zu entscheiden, welche Ziele mit den heimlichen Bestattungen in Verbindung standen, was zu einer 100 % erfolgreichen GPR-Untersuchung führte.

Die Kombination aus innovativer Hardware und Software ermöglichte es dem Kunden, die vergrabenen Gräber genau zu lokalisieren, sie zu visualisieren und mit der Ausgrabung und Bergung der Leichen fortzufahren. Die GPR-Ergebnisse konnten für die Tatortanalyse in CAD, GIS und Google Earth exportiert werden.

Weitere interessante Anwendungshinweise, Artikel und Fallstudien über das Bodenradar finden Sie in unserem Inspektionsbereich.

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